Lars Eidinger

Im aktuellen deutschen Rolling Stone, der 250. Jubiläumsausgabe wohlgemerkt, steht meine Reportage über Lars Eidinger, den ich letztes Jahr im Dezember bei einer gemeinsamen Lesung kennengelernt habe. In der Zwischenzeit habe ich drei seiner Stücke und etliche Filme gesehen, wir haben telefoniert, gesimst und uns getroffen und ich glaube, ich habe verstanden, warum es mir wichtig war, über ihn zu schreiben. Weil er mir unter all den Theaterkünstlern und Schauspielern in Attitüde und Wesensart am nächsten ist oder zumindest erscheint. So banal ist das nämlich als Autor: Man sucht sich zuerst die Themen, die man mag und begreift. Und wenn auch nicht vollständig, ein bisschen hab ich Lars Eidinger begriffen. Die Bilder zum Begreifen hat Daniel Josefsohn gemacht.

PS: In derselben Ausgabe übrigens ein perspektivischer und historischer Abriss des anhaltenden Booms von Superhelden-Verfilmungen.

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(Foto: Daniel Josefsohn, courtesy of Rolling Stone Deutschland)

Übersetzungen und mehr

In letzter Zeit hatte ich ein paar sehr schöne Übersetzungsaufträge. Erst die Mitarbeit an “Letters Of Note” und “Lists Of Note” (beide Heyne) mit der erhabenen Lesung zu “Letters” im Babylon-Kino in Berlin letzten Dezember unter Großlichtern wie Iris Berben, Lars Eidinger und Benno Führmann. Und das eine Woche nach Geburt meiner Tochter. Ganz großer Termin.

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Dann David Stubbs’ Kompendium zu “Better Call Saul”, ein hochamüsanter Tie-In zwischen “Breaking Bad” und dem Spin-Off “Better Call Saul” (Ende des Jahre bei Heyne) und dann die Krönung: fast fünf Monate mit der im Herbst ebenfalls bei Heyne erscheinenden Terry-Gilliam-Biografie “Gilliamesque” gerungen. Kurz verschnaufen, schon kommt das Manuskript zu Ben Sanders’ “American Blood“, ein ebenfalls in Albuquerque angesiedelter hard boiled Polizeithriller mit mehr Lakonie als man ihm auf den ersten Blick zutraut. Wird demnächst mit Bradley Cooper verfilmt.

Daneben Moderationen, Texte und Abläufe für das ECHO Charity Dinner 2015 geschrieben und grade dabei, die Green Tec Awards 2015 in Berlin mit Moderationen auszustatten. Im Hintergrund formt sich ein Essay für den Rolling Stone über die Masse an Superhelden-Verfilmungen und ein großes Lars-Eidinger-Porträt für die Juli-Ausgabe des Rolling Stone. Zudem Moderationen für die äußerst talentierte Jennifer Weist (Jennifer Rostock) und ihr Format Update Deluxe, Texte für den neuen Sportschannel der VICE und irgendwo versteckt sich auch ein kommender Roman, aber das ist der weiteste Weg von allen erwähnten Projekten.

Ich weiß genau

Fast vergessen. In der Zwischenzeit eine noch nicht veröffentlichte EP mit deutschem Folk/Country zusammen mit dem guten Mann Lüder Lindau produziert. Dazu gab’s ein durchaus veröffentlichtes Video.

Regie: Lüder Lindau und Berni Mayer
Schnitt: Lüder Lindau
Kamera: Isabella Nadobny
Musik: Berni Mayer
Produziert von Lüder Lindau

Neue Tourdaten

29.01.2015 Berlin, tschk!talks, Lupita Bar
26.02.2015 Hamburg, Aalhaus
14.03.2015 Leipzig, Litpop, Neues Rathaus
28.03.2015 Wiltz (Luxemburg), Prabbeli
22.04.2015 Erfurt, Franz Mehlhose
23.04.2015 München, UnterDeck, Heyne Hardcore Night
02.07.2015 Berlin, KPM Königliche Porzellan-Manufaktur
21.11.2015 Erlangen, E-Werk mit Eric Pfeil und Maik Brüggemeyer

L.A. Knockout

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Natürlich ist das nicht der Versuch, eine geniale Story noch besser zu machen oder mich daran zu bereichern oder zu erhöhen. Die Wahrheit ist die: Der deutsche Rolling Stone (feiert grade sein 20jähriges) hat mich gefragt, ob ich gerne ein kurzes Comic schreiben würde, das zeigt, was die Pulp Fiction-Protagonisten, also Butch, Jules, Marsellus und Konsorten heute – 20 Jahre später – so treiben. Dann haben sie mir den überaus fantastischen Zeichner Rainer F. Engel zur Seite gestellt, der u.a. mit Jörg Buttgereit die Captain Berlin-Comics zeichnet. So ist am Ende aus einem kurzen biografischen Update ein Mini-Pulp-Fiction-Sequel geworden, das wir im Stile eines Schundhefts inszeniert haben. Pulp Fiction-Aficionados und Dialogauswendigkönner werden eine ganze Menge Details (heute sagt man Easter Eggs, oder?) entdecken, behaupte ich mal. Ab also jetzt im aktuellen Rolling Stone.

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Rocco-Clein-Preis

Danke, danke, danke. Beim Rocco-Clein-Award in Hamburg habe ich für meinen Artikel mit Bob Mould im Rolling Stone (Berni Mayer vs. Bob Mould) den Preis für das beste Interview erhalten. Das ist eine große Ehre, weil die Jury ja aus lauter viel gestandeneren Musikjournalisten als ich zusammengesetzt war.

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(copyright: Rolling Stone 2014)

Schattenspiele

Gerade ist mit Brett Forrest – Schattenspiele ein Buch über Manipulation im Weltfußball erschienen, das ich mitübersetzt habe. Das ist düsterer, mitunter harter Stoff anhand der Biografien eines Spiele-Manipulators und eines Ermittlers. Danach sieht man kein Fußballspiel mehr wie zuvor. Hier ein Auszug aus dem Verlagsinfo:

Mit der Verbreitung des Internets ist der Markt für Sportwetten rapide gewachsen. Die jährlichen Umsätze liegen im Billionenbereich. Rund siebzig Prozent davon entfallen auf eine einzige Sportart: Fußball! Diese enormen Geldsummen haben das organisierte Verbrechen auf den Plan gerufen. Im Jahr 2013 gab Europol bekannt, dass allein seit 2008 über 700 internationale Partien manipuliert wurden. Kein Spiel ist sicher – selbst im Umfeld der FIFA-Weltmeisterschaft sind die Betrüger aktiv. Jahrelang blieben die Wettsyndikate unter dem Radar der Strafverfolgung und konnten so ihren Einfluss festigen. Doch ein Mann hat beschlossen, dem Betrug ein Ende zu setzen: Chris Eaton, ein dickköpfiger Australier, langjähriger Interpol-Agent und ehemaliger Sicherheitschef der FIFA. Der Journalist Brett Forrest begleitet Eaton auf seinem Weg vom einfachen Polizisten zum international agierenden Ermittler – und auf der Jagd nach den Schattenmännern, die den Fußball bedrohen: Kriminelle, die unter falscher Indentität quer durch die Welt reisen und im Autrag der Wettmafia Einfluss auf Spieler, Clubs und Verbände nehmen.

Trailer zu “Der große Mandel”

Der Buchtrailer zum am 14.04. erscheinenden dritten Teil der Mandel-Reihe ist ein Musikvideo geworden. Mein Dank geht in überschäumendem Maße an Rüdiger Rudolph für sein grandioses Method-of-Madness-Acting, an David Jürgens, dafür, dass er aus einem kleinen verträumten Garagenpopsong einen Wiesenhit gezaubert hat und Gregor Hüttner für die David-Hamilton-Kamera-Hexerei. Das hier heißt “Destroyer (Sigi’s Song)” und geht so:

Destroyer (Sigi’s Song) – Trailer zu “Der große Mandel” von Berni Mayer from Berni Mayer on Vimeo.

Lesereise 2014

Tournee, Tournee wir fahren auf Tournee! Am 14. April erscheint der dritte und finale Band der Mandel-Trilogie “Der große Mandel” bei Heyne Hardcore und ab da geht’s immersiv rein in die Republik. Hier die ersten feststehenden Termine.

14.03.2014 Leipzig, Wärmehalle-Süd mit Linus Volkmann
14.04.2014 Hamburg, Superbude
15.04.2014 Berlin, Kaffee Burger (Gast: Markus Kavka)
22.04.2014 Nürnberg, Weinerei
23.04.2014 Regensburg, Alte Filmbühne
24.04.2014 München, Unter Deck
25.04.2014 Augsburg, Rheingold
28.05.2014 Berlin, Maschinenhaus
29.05.2014 Köln, King Georg
30.05.2014 Düsseldorf, Brause
31.05.2014 Mainz, Buchhandlung Bukafski

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